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Teich reinigen: Schritt für Schritt zu klarem Wasser

Du stehst vor deinem Teich und fragst dich, warum das Wasser plötzlich trüb ist, Algen alles überwuchern oder ein unangenehmer Geruch aufsteigt. Vielleicht hast du sogar das Gefühl, dass deine Fische oder Frösche gestresst wirken. Keine Sorge, das geht vielen Teichbesitzern so. Eine Teichreinigung ist mehr als nur Saubermachen. Es geht darum, das empfindliche Gleichgewicht deines kleinen Ökosystems zu bewahren.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deinen Teich schonend reinigst, welche Fehler du vermeiden solltest und wann es sinnvoll ist, einen Profi hinzuzuziehen. Am Ende wirst du wissen, wie du deinen Teich in einen gesunden, klaren Lebensraum verwandelst, ohne das Ökosystem zu gefährden.

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Teich reinigen oder Teichpflege: Was ist der Unterschied?

Viele denken, ein Teich muss blitzblank sein wie ein Swimmingpool. Doch das ist ein Irrtum. Ein gesunder Teich lebt von einem natürlichen Gleichgewicht. Während die Teichpflege regelmäßig und eher sanft erfolgt, ist eine Teichreinigung ein tiefergehender Eingriff, der nur bei akuten Problemen nötig ist.

Zu viel Sauberkeit kann sogar schaden, denn Schlamm und Algen sind wichtige Bestandteile eines funktionierenden Ökosystems. Sie bieten Lebensraum für Mikroorganismen, die das Wasser reinigen, und dienen als Nahrung für Fische und Amphibien. Eine radikale Reinigung kann dieses Gleichgewicht stören und mehr Probleme verursachen als lösen.

Wann ist eine Teichreinigung nötig? Eine gründliche Reinigung ist nur dann erforderlich, wenn

  • der Teich stark veralgt ist,

  • das Wasser dauerhaft trüb oder übelriechend ist,

  • sich zu viel Schlamm am Boden angesammelt hat oder

  • die Technik wie Filter oder Pumpen nicht mehr richtig funktioniert.

In allen anderen Fällen reicht eine regelmäßige Teichpflege aus. Dazu gehören das Entfernen von Laub, das Abschöpfen von Algen und das Kontrollieren der Wasserwerte.

Lies hier weiter zum Thema Garten neu anlegen, Schritt für Schritt

Welchen Teich hast du? Die Reinigung hängt vom Typ ab

Nicht jeder Teich ist gleich. Je nachdem, ob du einen Zierteich, Naturteich, Koiteich, Schwimmteich oder Miniteich besitzt, gelten unterschiedliche Regeln. Jeder Teichtyp hat seine eigenen Herausforderungen und Bedürfnisse.

Zierteich

  • Typische Herausforderungen: Algenwuchs, Schlammbildung, optische Beeinträchtigungen durch Blätter oder Blütenreste.

  • Wichtige Reinigungstipps:

    • Regelmäßig Algen und Laub abschöpfen.

    • Pflanzen kontrollieren und bei Bedarf zurückschneiden.

    • Teilwasserwechsel im Frühjahr und Herbst durchführen.

Naturteich

  • Typische Herausforderungen: Trübes Wasser, Nährstoffüberschuss, unkontrolliertes Pflanzenwachstum.

  • Wichtige Reinigungstipps:

    • Weniger eingreifen, da Naturteiche sich weitgehend selbst regulieren.

    • Ufersäuberung im Herbst, um Laub und abgestorbene Pflanzen zu entfernen.

    • Schlamm nur alle paar Jahre reduzieren, um das Ökosystem nicht zu stören.

Koiteich

  • Typische Herausforderungen: Hohe Filterbelastung, Fischgesundheit, Ansammlung von Fischkot.

  • Wichtige Reinigungstipps:

    • Teilwasserwechsel alle 4 bis 6 Wochen.

    • Schlamm vorsichtig absaugen, ohne die nützlichen Bakterien zu zerstören.

    • Filter regelmäßig kontrollieren und reinigen.

Schwimmteich

  • Typische Herausforderungen: Hygiene, Algenbildung, Balance zwischen Schwimmzone und Regenerationszone.

  • Wichtige Reinigungstipps:

    • Biologische Filter nutzen, um das Wasser natürlich zu reinigen.

    • UV C Lampe einsetzen, um Schwebealgen zu reduzieren.

    • Pflanzen in der Regenerationszone pflegen, da sie das Wasser filtern.

Miniteich

  • Typische Herausforderungen: Schnelle Veralgung, begrenzter Platz für Technik.

  • Wichtige Reinigungstipps:

    • Komplettreinigung im Frühjahr empfohlen.

    • Wasser regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf nachfüllen.

Je nach Teichtyp kann die Reinigung sehr unterschiedlich ausfallen. Wenn du dir unsicher bist, welche Maßnahmen für deinen Teich die richtigen sind, helfen wir dir gerne mit einer individuellen Beratung.

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Das Ökosystem deines Teiches: Warum Algen und Schlamm Warnsignale sind

Dein Teich ist ein kleines, komplexes Ökosystem. Nährstoffe, Sauerstoff und Mikroorganismen halten alles im Gleichgewicht. Doch wenn dieses System aus dem Ruder läuft, machen sich Algen, Schlamm oder Geruch bemerkbar. Diese Probleme sind keine Katastrophe, sondern Hinweise darauf, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Nährstoffe im Teich: Fluch und Segen zugleich

Nährstoffe wie Phosphat und Nitrat sind wichtig für Pflanzen und Tiere. Doch zu viele Nährstoffe führen zu Algenwachstum und trübem Wasser. Die häufigsten Quellen für Nährstoffüberschuss sind

  • Fischfutter, das nicht gefressen wird,

  • abgestorbene Pflanzen,

  • Laub und andere organische Abfälle,

  • Dünger aus dem Garten, der durch Regenwasser in den Teich gespült wird.

Sauerstoff: Lebenselixier für Fische und Bakterien

Sauerstoff ist essenziell für alle Lebewesen im Teich. Besonders im Sommer kann ein Sauerstoffmangel entstehen, wenn Algen absterben und beim Zersetzen Sauerstoff verbrauchen. Das führt zu Fischstress und unangenehmen Gerüchen.

Schlamm: Nützlich, aber in Maßen

Schlamm besteht aus abgestorbenen Pflanzen, Fischkot und anderen organischen Materialien. Eine dünne Schlammschicht ist normal und sogar nützlich, da sie Lebensraum für Mikroorganismen bietet. Zu viel Schlamm kann jedoch das Wasser belasten und die Wasserqualität verschlechtern.

Algen: Symptom, nicht Ursache

Algen sind oft ein Zeichen für ein Ungleichgewicht. Sie entstehen, wenn zu viele Nährstoffe im Wasser sind oder die Wasserzirkulation nicht optimal funktioniert. Statt nur die Algen zu bekämpfen, solltest du die Ursache angehen.

Tipp: Ein gesunder Teich hat immer eine gewisse Menge an Algen und Schlamm. Erst wenn sie überhandnehmen, musst du eingreifen.

Erfahre hier, wie du einen nachhaltigen Naturgarten anlegst.


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Tiere im Teich schützen: So gehen Frösche, Fische und Molche sicher durch die Reinigung

Einer der größten Sorgen bei der Teichreinigung ist der Schutz der Tiere. Frösche, Molche, Libellenlarven und Fische sind auf einen intakten Lebensraum angewiesen. Mit ein paar einfachen Vorbereitungen kannst du sicherstellen, dass alle Tiere die Reinigung unbeschadet überstehen.

Welche Tiere leben in deinem Teich?

In einem typischen Gartenteich findest du oft

  • Frösche und Kröten,

  • Molche und andere Amphibien,

  • Fische wie Koi, Goldfische oder Störe,

  • Insektenlarven, Schnecken und Muscheln.

So sicherst du die Tiere während der Reinigung

  1. Auffangbehälter vorbereiten: Fülle große Eimer oder Wannen mit Teichwasser und stelle sie in den Schatten.

  2. Tiere vorsichtig fangen: Nutze ein Kescher oder ein feines Netz, um die Tiere einzufangen. Sei besonders vorsichtig mit Amphibien, da sie empfindliche Haut haben.

  3. Temporäres Zuhause einrichten: Gib etwas Teichpflanzen oder Steine in die Auffangbehälter, damit sich die Tiere verstecken können.

  4. Wassertemperatur anpassen: Achte darauf, dass das Wasser im Auffangbehälter ähnlich warm ist wie im Teich.

  5. Tiere nach der Reinigung zurücksetzen: Warte, bis das Wasser im Teich wieder ruhig ist und die Temperatur sich angeglichen hat.

Wichtig: Setze die Tiere nicht zu früh zurück. Warte, bis der Teich wieder stabil ist und keine Chemikalien oder Reinigungsmittel mehr im Wasser sind.

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Der beste Zeitpunkt für die Teichreinigung: Wann du loslegen solltest

Timing ist alles. Eine Teichreinigung im falschen Moment kann mehr schaden als nützen. Das Frühjahr ist ideal, aber auch der Herbst bietet sich an. Im Sommer und Winter solltest du besonders vorsichtig sein.

Frühjahr: Die beste Zeit für die Teichreinigung

  • Vorteile: Die Wassertemperaturen steigen langsam an, und die Tiere sind noch nicht so aktiv.

  • Empfohlene Maßnahmen:

    • Teilreinigung durchführen.

    • Schlamm reduzieren, aber nicht komplett entfernen.

    • Filter und Pumpen kontrollieren.

  • Achtung: Im Frühjahr beginnt die Laichzeit der Amphibien. Vermeide radikale Eingriffe, wenn Frösche oder Molche Eier abgelegt haben.

Herbst: Vorbereitung auf den Winter

  • Vorteile: Die Temperaturen sind noch mild, und die Tiere bereiten sich auf den Winter vor.

  • Empfohlene Maßnahmen:

    • Grobreinigung durchführen.

    • Laub und abgestorbene Pflanzen entfernen.

    • Filter und Technik auf den Winter vorbereiten.

  • Achtung: Fische und Amphibien brauchen jetzt besonders viel Sauerstoff. Vermeide große Störungen.

Sommer: Nur Notmaßnahmen

  • Risiken: Hitzestress für Tiere, schnelle Algenbildung.

  • Empfohlene Maßnahmen:

    • Nur kleine Korrekturen vornehmen, wie Algen abschöpfen oder Wasser nachfüllen.

    • Keine radikalen Reinigungen, da die Tiere gestresst sind.

Winter: Ruhephase für den Teich

  • Vorteile: Keine Reinigung nötig, da die Natur ruht.

  • Empfohlene Maßnahmen:

    • Gasaustausch sichern, indem du ein Loch ins Eis schlägt oder einen Eisfreihalter nutzt.

    • Technik wie Pumpen und Filter abschalten oder frostfest lagern.

Hinweis: Im Rhein-Main-Gebiet kann es im Sommer besonders heiß werden. Achte darauf, dass dein Teich genug Schatten hat und der Wasserstand nicht zu stark sinkt.

Du möchtest deinen Teich genießen, ohne dich um das Reinigen kümmern zu müssen? Mit unserer ganzjährigen Gartenpflege im Abo kannst du dich entspannt zurücklehnen.

Vorbereitung ist alles: Checkliste für eine stressfreie Teichreinigung

Eine gute Vorbereitung spart Zeit, Nerven und schützt dein Ökosystem. Mit dieser Checkliste hast du alles im Blick.

Werkzeug und Materialien

  • Kescher oder Netz für die Tiere

  • Eimer oder Wannen als Auffangbehälter

  • Schlammabsauger oder Teichschlammpumpe

  • Gummistiefel und Handschuhe

  • Gartenschere für Pflanzen

  • Teichvlies oder Planen zum Abdecken

  • Wasserpumpe für Teilwasserwechsel

Sicherheitsvorkehrungen

  • Stromquelle in der Nähe, falls du elektrische Geräte wie Pumpen oder Sauger nutzt.

  • Auffangbehälter für Tiere und Pflanzen.

  • Ersatzwasser bereithalten, falls ein Teilwasserwechsel nötig ist.

Schritt für Schritt Vorbereitung

  1. Tiere sichern: Fange alle Tiere ein und setze sie in die Auffangbehälter.

  2. Technik abschalten: Schalte Pumpen, Filter und andere elektrische Geräte aus.

  3. Teich teilweise entleeren: Lass etwa die Hälfte des Wassers im Teich, um das Ökosystem zu schonen.

  4. Pflanzen zurückschneiden: Entferne abgestorbene Blätter und schneide übermäßiges Pflanzenwachstum zurück.

  5. Schlamm absaugen: Nutze einen Schlammabsauger, um den groben Schlamm zu entfernen.

Tipp: Wenn du unsicher bist, wie viel Wasser du ablassen sollst, beginne mit einem Drittel. Du kannst immer noch mehr entfernen, wenn nötig.

Schritt für Schritt Anleitung: So reinigst du deinen Teich ohne ihn komplett abzulassen

Du musst deinen Teich nicht komplett leeren, um ihn gründlich zu reinigen. Mit dieser Anleitung geht es schonend und effektiv.

Schritt 1: Tiere und Pflanzen sichern

  • Fange alle Tiere ein und setze sie in die vorbereiteten Auffangbehälter.

  • Entferne empfindliche Pflanzen oder lege sie zur Seite.

Schritt 2: Groben Schmutz entfernen

  • Schöpfe Laub, Algen und andere grobe Verschmutzungen mit einem Kescher ab.

  • Nutze einen Schlammabsauger, um den groben Schlamm vom Boden zu entfernen.

Schritt 3: Wasser teilweise ablassen

  • Lass etwa 30 bis 50 Prozent des Wassers im Teich.

  • Nutze das abgelassene Wasser, um Pflanzen zu gießen oder den Garten zu bewässern.

Schritt 4: Teichboden reinigen

  • Entferne mit einem Besen oder einer weichen Bürste Schlamm und Algen von den Wänden und dem Boden.

  • Achte darauf, nicht zu aggressiv zu schrubben, um nützliche Bakterien zu schonen.

Schritt 5: Technik kontrollieren

  • Reinige Filter, Pumpen und Skimmer.

  • Kontrolliere die Schläuche und Dichtungen auf Beschädigungen.

Schritt 6: Frisches Wasser nachfüllen

  • Fülle den Teich langsam mit frischem Wasser auf.

  • Nutze am besten Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser, um die Tiere nicht zu schocken.

Schritt 7: Tiere zurücksetzen

  • Warte, bis das Wasser sich beruhigt hat und die Temperatur gleichmäßig ist.

  • Setze die Tiere vorsichtig zurück in den Teich.

Wichtig: Vermeide den Einsatz von Chemikalien. Sie können das Ökosystem stören und den Tieren schaden.

Schlamm im Teich entfernen: Wie viel darf bleiben und wie entsorgst du ihn?

Schlamm ist ein natürlicher Bestandteil jedes Teiches, aber zu viel davon kann Probleme verursachen. Hier lernst du, wie du Schlamm schonend entfernst und richtig entsorgst.

Wie viel Schlamm darf bleiben?

Eine dünne Schlammschicht von etwa 2 bis 5 Zentimetern ist normal und sogar nützlich. Sie bietet Lebensraum für Mikroorganismen und schützt den Teichboden. Erst wenn der Schlamm dicker wird und das Wasser belastet, solltest du eingreifen.

Wie oft solltest du Schlamm entfernen?

  • Naturteich: Alle 3 bis 5 Jahre.

  • Koiteich: Jährlich oder alle 2 Jahre.

  • Zierteich: Alle 2 bis 3 Jahre.

Typische Fehler beim Schlamm entfernen

  • Zu viel auf einmal entfernen: Das stört das Ökosystem und kann zu Algenwachstum führen.

  • Schlamm in den Gully spülen: Das ist in vielen Gemeinden verboten und belastet die Umwelt.

  • Aggressive Reinigungsmittel verwenden: Sie töten nützliche Bakterien ab.

Schlamm richtig entsorgen

Im Rhein-Main-Gebiet gibt es spezielle Vorschriften zur Entsorgung von Teichschlamm. Informiere dich bei deinem lokalen Entsorgungsbetrieb oder lass den Schlamm von Profis abtransportieren. Alternativ kannst du ihn kompostieren, wenn er nicht zu stark verschmutzt ist.

Tipp für die Region Rhein Main: In vielen Kommunen gehört Teichschlamm nicht in den Gully. Wir helfen dir gerne, den Schlamm umweltgerecht zu entsorgen.

Weiterführende Informationen zur Entsorgung und Wasserhärte findest du hier: 

Gartenabfälle entsorgen in Wiesbaden

Bioabfall Regeln Frankfurt

Wasserhärte und Trinkwasserqualität in der Region

 

Algen im Teich bekämpfen: Fadenalgen und Schwebealgen erfolgreich loswerden

Algen sind lästig, aber nicht unbesiegbar. Ob Fadenalgen oder Schwebealgen – jede Art hat ihre eigenen Ursachen und Lösungen.

Fadenalgen

  • Ursachen: Nährstoffüberschuss, zu viel Sonne, unzureichende Wasserzirkulation.

  • Lösungen:

    • Algen manuell mit einem Kescher entfernen.

    • Phosphatbinder einsetzen, um Nährstoffe zu reduzieren.

    • Schattenpflanzen wie Seerosen setzen.

Schwebealgen

  • Ursachen: Trübes Wasser, zu viele Nährstoffe, unausgeglichenes Ökosystem.

  • Lösungen:

    • Filter optimieren oder eine UV C Lampe einsetzen.

    • Teilwasserwechsel durchführen.

    • Wasserpflanzen wie Hornkraut einsetzen, die Algen Konkurrenz machen.

Blaualgen

  • Ursachen: Giftig und gefährlich für Tiere, entstehen bei extremen Nährstoffüberschuss.

  • Lösungen:

    • Komplettwasserwechsel im Notfall.

    • Nährstoffquellen wie Fischfutter oder Dünger reduzieren.

Algen sind oft ein Symptom für ein Ungleichgewicht. Statt nur die Algen zu bekämpfen, solltest du die Ursache angehen.

Hilfe, mein Teich stinkt: Schnelle Lösungen bei Geruch, trübem Wasser und Fischstress

Ein übelriechender Teich ist kein Grund zur Panik. Oft reichen einfache Maßnahmen, um das Problem zu lösen.

Ursachen für Geruch und Trübung

  • Sauerstoffmangel: Besonders im Sommer, wenn Algen absterben.

  • Zu viele organische Abfälle: Laub, Fischkot, abgestorbene Pflanzen.

  • Bakterienungleichgewicht: Wenn nützliche Bakterien fehlen, die das Wasser reinigen.

Schnelle Abhilfe

  1. Teilwasserwechsel: Ersetze etwa 20 Prozent des Wassers durch frisches Wasser.

  2. Belüftung erhöhen: Nutze einen Springbrunnen oder eine Pumpe, um Sauerstoff ins Wasser zu bringen.

  3. Filter kontrollieren: Reinige oder tausche die Filtermedien aus.

  4. Algen entfernen: Schöpfe sie ab oder nutze eine UV C Lampe.

Fischstress erkennen und handeln

  • Anzeichen für Stress: Die Fische schwimmen unruhig, schnappen nach Luft oder verweigern das Futter.

  • Maßnahmen:

    • Kontrolliere die Wasserwerte (pH Wert, Ammoniak, Nitrit).

    • Reduziere die Futtermenge, um die Wasserbelastung zu verringern.

    • Biete Versteckmöglichkeiten wie Pflanzen oder Höhlen.

Wenn deine Fische Anzeichen von Krankheiten zeigen, solltest du einen Tierarzt oder Teichspezialisten hinzuziehen.

Teichtechnik richtig pflegen: Filter, Pumpe und Skimmer im Check

Filter, Pumpen und Skimmer sind das Herzstück deines Teiches. Damit sie optimal arbeiten, brauchen sie regelmäßige Pflege.

Filter reinigen

  • Wie oft? Alle 4 bis 6 Wochen, je nach Verschmutzung.

  • So geht’s:

    • Schalte die Pumpe aus und entferne den Filter.

    • Spüle die Filtermedien mit Teichwasser ab.

    • Tausche stark verschmutzte Filtermedien aus.

Pumpe warten

  • Wie oft? Alle 3 bis 6 Monate.

  • So geht’s:

    • Reinige das Pumpengehäuse von Schlamm und Algen.

    • Kontrolliere die Dichtungen und Schläuche.

    • Lagere die Pumpe im Winter frostfrei.

Skimmer pflegen

  • Wie oft? Alle 2 bis 4 Wochen.

  • So geht’s:

    • Entferne Laub und groben Schmutz aus dem Skimmerkorb.

    • Reinige die Schwimmer und Dichtungen.

Nutze immer Teichwasser zum Reinigen der Technik. Leitungswasser kann nützliche Bakterien abtöten.

Den Teich winterfest machen: So übersteht er Frost, Laub und Gasstau

Der Winter stellt besondere Anforderungen an deinen Teich. Mit diesen Tipps bereitest du ihn optimal auf die kalte Jahreszeit vor.

Laubmanagement

  • Problem: Falllaub zersetzt sich im Wasser und belastet die Wasserqualität.

  • Lösung: Spanne ein Laubschutznetz über den Teich oder entferne das Laub regelmäßig.

Pflanzenpflege

  • Problem: Abgestorbene Pflanzen sinken zu Boden und bilden Schlamm.

  • Lösung: Schneide Pflanzen im Herbst zurück und entferne abgestorbene Blätter.

Eis und Gasaustausch

  • Problem: Eine geschlossene Eisschicht verhindert den Gasaustausch, und giftige Gase können sich ansammeln.

  • Lösung: Nutze einen Eisfreihalter oder schlage ein Loch ins Eis, um den Gasaustausch zu sichern.

Wichtig zu wissen: Im Rhein-Main-Gebiet kann es zu starken Temperaturschwankungen kommen. Achte darauf, dass dein Teich sowohl bei Frost als auch bei Tauwetter stabil bleibt.

Du willst deinen Teich winterfest machen? Dann lies hier weiter. 

Wann sollte ich meinen Gartenteich reinigen?

Idealerweise im Frühjahr, wenn die Wassertemperaturen steigen. Bei akuten Problemen wie starkem Algenwuchs oder Geruch kannst du auch im Herbst eingreifen.

Muss ich den Teich komplett ablassen, um ihn richtig zu reinigen?

Nein, eine Teilentleerung reicht in den meisten Fällen aus. Das schont das Ökosystem und die Tiere in deinem Teich.

Wie entferne ich Teichschlamm, ohne das Ökosystem zu stören?

Mit einem Schlammabsauger oder vorsichtig von Hand. Wichtig ist, nie den gesamten Schlamm auf einmal zu entfernen.

Was mache ich mit Fröschen, Molchen und Fischen während der Teichreinigung?

Schaffe ihnen ein temporäres Zuhause in einem Auffangbehälter mit Teichwasser. So bleiben sie sicher, bis der Teich wieder bereit ist.

Wie oft sollte ich den Teichfilter reinigen?

Alle vier bis sechs Wochen, je nach Verschmutzungsgrad. Bei starker Belastung auch öfter.

Fazit: Wann du selbst Hand anlegst und wann Profis helfen

Mit diesem Ratgeber kannst du viele Probleme in deinem Teich selbst lösen. Doch manchmal ist es besser, auf Experten zu setzen, besonders wenn du unsicher bist, einen großen Teich hast oder einfach keine Zeit findest.

Im Rhein-Main-Gebiet sind wir gerne für dich da und übernehmen die Teichreinigung fachgerecht und schonend. Ob du Fragen hast oder Unterstützung bei der Teichreinigung brauchst – wir sind nur einen Anruf entfernt.

Kontaktiere uns für eine professionelle Teichreinigung und genieße wieder dein klares, sauberes Teichwasser.

Yvonne Pfeiffer, deine Gärtnermeisterin

Yvonne Pfeiffer ist staatlich geprüfte Gärtnermeisterin und Inhaberin von Pfeiffer Garten & Landschaftsbau in Mörfelden-Walldorf. Seit über 30 Jahren arbeitet sie im Garten- und Landschaftsbau, seit 2004 mit eigenem Betrieb und heute einem mehrköpfigen Team im gesamten Rhein-Main-Gebiet. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen auf klimafitten Gartengestaltungen, naturnahen Vorgärten und der Umwandlung von Schottergärten in artenreiche Lebensräume. In ihren Beiträgen räumt sie mit verbreiteten Gartenmythen auf und gibt praxisnahes Wissen weiter, das sie täglich in ihrer Arbeit anwendet.
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